Mein Name ist Ronald Schilling, doch viele meiner Freunde nennen mich „Ronaldo“. Was für eine Ehre! Diesen Spitznamen habe ich mir allerdings nicht auf den großen Bühnen des Weltfußballs verdient, sondern als Stürmer beim SV Grün-Weiß Süplingen – mit viel Schweiß, Leidenschaft und manchem blauen Fleck.
Damals zierten Maulwurfhügel den heiligen Rasen, und das Wasser kam noch eiskalt aus einem acht Meter tiefen Brunnen. Wer sich nach dem Spiel die blutverschmierten Beine waschen wollte, musste zunächst kräftig an der Pumpe arbeiten. Die Umkleidekabine bestand aus einfachen Holzbrettern, und gerade im Winter fehlten nicht selten einige Fensterscheiben. Der Wind pfiff durch die Ritzen, doch das störte niemanden.
Es war eine Zeit, in der Fußball noch nach Gras, Erde und Abenteuer roch. Keine Hightech-Anlagen, keine Luxusausstattung – nur Kameradschaft, Leidenschaft und die Liebe zum Spiel. Das war noch Fußball!
Eigentlich wollte ich euch jedoch von meiner schon früh entdeckten Leidenschaft für die Musik erzählen. Bereits in der Schulzeit gab es hin und wieder kleinere Meinungsverschiedenheiten mit meiner Musiklehrerin, Frau Zilgitt. Sie ließ kaum eine Gelegenheit aus, mein angeblich mangelndes Taktgefühl zu kritisieren. Davon ließ ich mich allerdings nicht entmutigen.
Ganz im Gegenteil: Trotz dieser wenig schmeichelhaften Prognosen versuchte ich mich als Schlagzeuger und gründete gemeinsam mit Freunden eine kleine Band. Mit viel Begeisterung, aber eher überschaubarem musikalischem Können, spielten wir die Oldies unserer Vorbilder nach. Ob wir dabei immer den richtigen Takt trafen, darüber gingen die Meinungen auseinander. Spaß hatten wir jedenfalls jede Menge.
Es folgte Gitarrenunterricht im Pionierhaus in Haldensleben bei Ottmar Schmicker, der mein musikalisches Interesse weiter förderte. Doch das nächste große Kapitel ließ nicht lange auf sich warten: 1979 wurde ich zum Wehrdienst einberufen.
In Berlin hatte ich das Glück, als Schlagzeuger in der Regimentsband eingesetzt zu werden. Für mich war das ein echter Glücksfall, denn so konnte ich meine bis dahin erworbenen Fähigkeiten nicht nur erhalten, sondern auch deutlich ausbauen. Regelmäßige Proben und Auftritte boten die ideale Gelegenheit, musikalische Erfahrungen zu sammeln und mich weiterzuentwickeln.
Aus dieser Zeit habe ich tatsächlich noch drei Fotos gefunden. Obwohl in der Kaserne am Treptower Park ein striktes Fotografieverbot galt, gelang es uns dennoch, heimlich einige Aufnahmen zu machen. Heute sind diese Bilder wertvolle Erinnerungen an eine besondere Zeit – und ein kleiner Beweis dafür, dass junge Soldaten schon damals erfinderisch sein konnten.
Dietmar Specht, Bernd Kunze, Matthias Neurode und Ronald Schilling auf der Bühne im Kinosaal in Treptow.
Nach dem Wehrdienst wollte ich unbedingt weiter Musik machen und zog los, um talentierte Interessenten zu finden. So gründeten wir schließlich 1982 eine neue Band, mit dem Namen „Handmild“.
Dieses Foto entstand vor unserem ersten Auftritt in Bregenstedt. Handmild 1982, von links: Stephan Preckel (Bass), Ronald Schilling (Drums), Henning Freystedt (Gitarre), Olaf Schlabitz (Technik) und Mario Garnatz
Da man in der damaligen DDR nicht einfach losziehen konnte, um vor Publikum Musik zu machen, mussten wir zunächst unser Können unter Beweis stellen. Vor einer Jury spielten wir einige unserer Songs vor und stellten uns der offiziellen Einstufung. Im Herbst 1982 war es dann soweit: In Calvörde erhielten wir die begehrte Spielerlaubnis und durften fortan öffentliche Veranstaltungen durchführen.
Von diesem Moment an ging es für uns richtig los. Wir spielten uns von Magdeburg bis Salzwedel in die Herzen unserer Fans. Die Zahl der Auftritte wuchs stetig, und schon bald kannten wir nahezu jede Bühne der Region. Ob Kulturhaus, Gemeindesaal oder Festzelt – wir waren unterwegs, wo immer Musik gefragt war.
Natürlich wurde bei den Veranstaltungen auch ausgelassen gefeiert, gelacht und bis tief in die Nacht getanzt. Doch bei aller Freude und Geselligkeit stand für uns immer die Musik im Mittelpunkt. Sie war der Grund, warum wir unterwegs waren, und sie verband uns mit unserem Publikum auf ganz besondere Weise.

Während meiner Studienzeit in Magdeburg besuchte ich parallel die Musikschule. Mein Alltag war damals straff durchgetaktet: Zweimal pro Woche stand Schlagwerkunterricht auf dem Programm, dazu kamen regelmäßige Bandproben und die Vorbereitungen auf die nächsten Auftritte. Die Strecke zwischen Magdeburg und Bodendorf wurde dabei zu meinem ständigen Begleiter, hin und zurück, Woche für Woche.
Oft war ich mit meiner „Simi“ unterwegs. So treu sie mir manchmal auch diente, ebenso oft ließ sie mich am Straßenrand stehen. Besonders die Zündung entwickelte sich zu einem hartnäckigen Problem. Es kam nicht selten vor, dass ich die Maschine mehr schieben als fahren musste. Doch wie so vieles in dieser Zeit gehörte auch das einfach dazu.
Umso größer war die Freude, als ich mir im Alter von 23 Jahren endlich mein erstes Auto kaufen konnte. Es war ein Skoda S100 – und für mich weit mehr als nur ein Fahrzeug. Er war mein ganzer Stolz und ein Stück neu gewonnene Freiheit. Von da an wurde vieles einfacher, vor allem der Transport meines Schlagzeugs. Endlich musste nicht mehr jedes Becken, jede Trommel und jeder Verstärker mit abenteuerlichem Aufwand von A nach B gebracht werden. Für einen Musiker war das ein echter Fortschritt.
„Handmild“ 1983, von links: Stephan Preckel, Henning Freystedt, Mario Garnatz und Ronald Schilling
Das ist übrigens eines meiner Lieblingsbilder! Es zeigt einen Teil unseres anfangs doch recht spärlichen Equipments. Ein tolles Foto!



…und so kam, wie es kommen musste: 1983 stand unser erster großer Auftritt in der Kreisstadt an. Für den Transport unserer Anlage stellte uns Stephans Vater Otto, der Chef der Notschlachtung in Altenhausen, großzügigerweise einen Kühl-LO zur Verfügung.
Die Freude über das Transportmittel war allerdings nur die eine Seite der Medaille. Der unverwechselbare Geruch des Kühlraums, in dem zuvor tote Tiere transportiert worden waren, setzte sich hartnäckig in unseren Nasen fest und wollte uns den ganzen Tag nicht mehr verlassen. Trotzdem waren wir dankbar für die Unterstützung, denn ohne dieses Fahrzeug wäre der Transport unserer Technik kaum möglich gewesen.
So machten wir uns auf den Weg nach Haldensleben, wo wir zum Stadtfest auf dem Postplatz spielen durften. Mit den heutigen Altstadtfesten war diese Veranstaltung allerdings kaum zu vergleichen. Die offizielle Eröffnungsrede hielt damals noch persönlich der SED-Parteisekretär, bevor das Programm begann.
Für uns war dieser Auftritt dennoch etwas ganz Besonderes. Endlich konnten wir unser Können einem größeren Publikum präsentieren. Und obwohl wir für unseren Auftritt ein Honorar erhielten, wanderte das Geld diesmal nicht in die Bandkasse. Stattdessen wurde es für die Aktion „Junge Journalisten – Pedro und Janina“ gespendet. So blieb uns von diesem Tag nicht nur die Erinnerung an einen gelungenen Auftritt, sondern auch das gute Gefühl, einen kleinen Beitrag für eine gute Sache geleistet zu haben.
Handmild 1983
Dieses Foto entstand bei einer Fotosession in Wieglitz, die Herr Doermer anlässlich unseres bevorstehenden Auftritts in der Gemeinde organisierte. Der Fotograf war pünktlich zur Stelle, ganz im Gegensatz zu unserem Gitarristen Henning, der zum vereinbarten Termin noch nicht eingetroffen war.
So kam es, dass stattdessen unser Techniker „Ben“ unverhofft zu seinem großen Auftritt vor der Kamera kam. Für uns war das kein Problem, schließlich war er ohnehin der beste Techniker der Welt und ein unverzichtbarer Teil unserer Mannschaft.
Die Zeit war noch geprägt vom deutsch-sowjetischen Freundschaftsgedanken, und das spiegelte sich auch auf vielen Veranstaltungen wider. Entsprechend standen die Vorzeichen unseres Auftritts ganz im Zeichen der damaligen Zeit. Ordnung und Sicherheit hatten selbstverständlich höchste Priorität, zumindest offiziell. Wir Musiker konzentrierten uns hingegen vor allem auf das, was wir am besten konnten: gemeinsam Musik machen und für gute Stimmung sorgen.

Die Veranstaltung in Wieglitz war anschließend der absolute Hammer! Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt, die Stimmung grandios, und wir hatten einen Riesenspaß. Kurzentschlossen hatten wir sogar noch einen Saxophonisten als Gastmusiker eingeladen. Was dann folgte, war eine musikalische Mischung aus Können, Leidenschaft und jeder Menge Improvisation. Es wurde gejammt, experimentiert und gespielt, was das Zeug hielt. Einfach geile Mucke!
Zu diesem Zeitpunkt ahnte allerdings noch niemand von uns, dass wir uns bereits in der darauffolgenden Woche vor dem Kreiskulturkabinett in Haldensleben verantworten sollten.
Da unser LKW die Anlage erst am nächsten Morgen abholen konnte, durften die Bandmitglieder und ihre Groupies, selbstverständlich in Absprache mit dem Veranstalter, die Nacht im Saal verbringen. Was zunächst nach einer praktischen Lösung aussah, entwickelte sich jedoch zu einer Geschichte, die noch lange nachwirken sollte.
In den frühen Morgenstunden kam es zum Eklat. Die Wirtin betrat den Saal und fand uns verstreut auf dem Boden vor, eingerollt in die nagelneuen grünen Samtvorhänge der Bühne, die uns offenbar als besonders komfortable Schlafgelegenheit erschienen waren. Für uns war das vielleicht eine kreative Lösung, aus Sicht des Veranstalters jedoch überhaupt nicht lustig.
Die Angelegenheit blieb natürlich nicht folgenlos. Es wurde Meldung gemacht, zunächst an die Abteilung Kultur und schließlich an den Rat des Kreises. Als Bandleiter befand ich mich plötzlich in der überaus „angenehmen“ Lage, Rede und Antwort stehen zu müssen.
Nach einer entsprechenden Belehrung wurde ich schließlich mit einer unmissverständlichen Warnung verabschiedet: Im Wiederholungsfall drohe der Entzug der Spielerlaubnis.
Für Musiker in der DDR war das die denkbar härteste Strafe. Zum Glück blieb es bei der Verwarnung und die grünen Samtvorhänge wurden zu einer Geschichte, über die wir später herzlich lachen konnten.
Jetzt hieß es Ruhe zu bewahren! Diese Strafe war für uns Anlass, ab sofort mit klaren Augen den künftigen Veranstaltungen zu begegnen! Wir vergrößerten die Band und wurden musikalisch besser.


Handmild 1985 mit Sängerin Britta Schulze, die in jeglicher Hinsicht eine Bereicherung der Band war. Von nun an standen auch Nena-Songs auf unserer Setliste, die unsere Britta richtig geil performte. Nach Ihrem Studium begann sie ihre Karriere als Moderatorin bei Radio Brocken, wechselte dann zu Hit Radio ffh, Radio rbb und arbeitet gegenwärtig bei Radioeins in Berlin. Ganz tolle Sängerin!
Leider machte uns die damalige Wehrdienstpflicht einen Strich durch die Rechnung. Im Jahr 1985 wurden mehrere Bandkollegen zum Wehrdienst eingezogen, und damit war das Kapitel „Handmild“ vorerst beendet. Die Band löste sich zunächst auf, und jeder musste seinen eigenen Weg gehen.
Für mich eröffnete sich jedoch schon bald eine neue musikalische Perspektive. Ich erhielt ein Angebot als Schlagzeuger bei der Tanzband „Pegasus“ aus Neuenhofe. Bereits die ersten Proben machten deutlich, dass mich hier eine ganz andere musikalische Welt erwartete. Das Repertoire war anspruchsvoll, die Organisation professionell und das Veranstaltungsprogramm umfangreich. Unter der Leitung von Manfred Kohnert wurde mit viel Engagement und hoher Disziplin gearbeitet.
An der Gitarre sorgte sein Sohn Wolfgang Kohnert für ordentlich Druck. Vielen ist er heute als „Wolli“ aus dem Duo „Romy & Wolli“ bekannt. Schon damals beeindruckte er mit seinem Können und seiner Energie auf der Bühne. Zwischen uns entwickelte sich schnell eine enge Freundschaft, die bis heute Bestand hat.
Mit „Pegasus“ waren wir viel unterwegs. Wir spielten auf Volksfesten, Betriebsfeiern und Karnevalsveranstaltungen in den bekannten Hochburgen der Region. Die Auftritte führten uns vor unterschiedlichstes Publikum, und jede Veranstaltung hatte ihren ganz eigenen Charakter. Diese Zeit brachte nicht nur viele musikalische Erfahrungen mit sich, sondern auch zahlreiche Begegnungen und Erinnerungen, die bis heute unvergessen geblieben sind.

Hier eines der wenigen Bilder von der Band aus dem Jahr 1986 in Neuenhofe zum Karneval
Pegasus 1987 zu Gast im Grenzgebiet der DDR, in Walbeck. Tanzveranstaltungen in der Sperrzone mussten genehmigt werden und auch wir Musiker benötigten einen Passierschein zur Einreise. Der Aufwand lohnte sich, da diese Veranstaltungen beim „ausgehungertem Publikum“ oftmals bis in die frühen Morgenstunden dauerten und nie enden wollten. Von links:
Wolfgang Kohnert, Gabi Kohnert, Mario Friedrichs, Ronald Schilling, Andreas Pankrath, Wolfgang Pankrath

Geprobt wurde einmal wöchentlich im Mehrzweckgebäude des VEB Zuschlagstoffe Haldensleben, im Werk Dönstedt. Hier gab es einen Fördervertrag, so dass wir finanziell Unterstützung bekamen. Dafür wiederum, waren die Betriebsfeste der Firma musikalisch abgesichert. Vielen Dank für die gute Zusammenarbeit!
Da ich schon früh sehr musikverbunden war, verbrachte ich so manche Nacht mit meinem Tonbandgerät am Radio. Um einen möglichst guten Stereoempfang zu erzielen, baute ich mir sogar eine riesige UKW-Antenne mit Motor und optischer Anzeige auf das Dach unseres Hauses. Mein Vater verfolgte dieses Projekt mit einer Mischung aus Stolz und stiller Skepsis – besonders bei Gewitterlagen war ihm die Begeisterung eher ins Gesicht geschrieben als die Entspannung.
Doch alles ging gut. Ob RIAS 2, SFB oder DT64 – der Empfang war hervorragend, der Ausschlag voll und der Klang in Stereo. In dieser Zeit wurde unbewusst der Grundstein für mein späteres DJ-Projekt „Commander“ gelegt. Es wurde aufgenommen, geschnitten und experimentiert, was das Zeug hielt, selbstverständlich mit 19 cm/s Bandgeschwindigkeit und bestmöglicher Klangqualität, allerdings auch mit entsprechend hohem Bandverbrauch.
Ein ordentliches ORWO-Magnetband kostete damals rund 35 Mark und reichte für etwa 40 Songs. Aus heutiger Sicht, im Zeitalter unbegrenzter digitaler Musikverfügbarkeit, kaum noch vorstellbar.
Es folgte schließlich meine erste eigene Veranstaltung als Discotheker in unserer geliebten Kneipe, der „Babodiele“ (alter Bahnhof) in Bodendorf. Da der Einsatz der kompletten Band „Pegasus“ den finanziellen Rahmen gesprengt hätte, entschloss ich mich kurzerhand, die Faschingsfeier allein musikalisch zu gestalten.
Auf den Werbeplakaten wurde ich dafür kurzerhand zum „Meister Schilling“ ernannt.
Von dieser ersten Veranstaltung habe ich tatsächlich noch ein Plakat aufgehoben – ein Stück Erinnerung an den Beginn meiner DJ-Zeit.
Die Livemusik war mittlerweile fester Bestandteil meines Alltags geworden. An vielen Wochenenden standen Auftritte an, und langsam, aber sicher deutete sich an, dass sich etwas verändern würde.
Im Jahr 1987 kam schließlich mein Freund Barnie mit einer entscheidenden Idee auf mich zu: Warum nicht gemeinsam eine eigene Discothek gründen? Die Rollenverteilung war schnell klar – ich brachte die musikalische Erfahrung mit, er die technischen Voraussetzungen. Eine perfekte Kombination, um etwas Neues auf die Beine zu stellen.
So entstand der Plan für unser gemeinsames Projekt „Commander„.

Zu diesem Zeitpunkt wurde in den Kulturhäusern und den zunehmend entstehenden Clubs bereits kräftig aufgelegt. Im Landkreis gab es eine Vielzahl spielberechtigter DJs, und die Szene entwickelte sich stetig weiter. Jeder hatte seinen eigenen Stil, und die Konkurrenz war durchaus spürbar.
In diesem Zusammenhang erschien 1989 in der Volksstimme ein interessanter Zeitungsartikel, der einen Überblick über die damalige Discothekenlandschaft im Landkreis Haldensleben gab. Solche Beiträge spiegelten sehr gut wider, wie lebendig und vielfältig das Nachtleben in dieser Zeit bereits geworden war – trotz aller Rahmenbedingungen und Vorgaben.
Für uns war das zugleich Bestätigung und Ansporn: Die Musikszene war in Bewegung, und wir waren ein Teil davon.
Nun galt es, sich vom Wettbewerb abzusetzen. Der Anspruch wuchs, und so investierten wir viel Zeit und Energie in den technischen Ausbau unserer Anlage. Wir bauten zahlreiche Lautsprecherboxen selbst und stellten, gemessen an unseren damaligen Möglichkeiten, eine durchaus beeindruckende Lichtanlage auf die Beine.
Mit viel Improvisation, handwerklichem Geschick und einer guten Portion Idealismus entstand so nach und nach ein Setup, das sich sehen und vor allem hören lassen konnte. Jede Verbesserung war ein Schritt nach vorn und zugleich Ausdruck unseres Anspruchs, nicht einfach nur mitzuspielen, sondern unseren eigenen Klang und Stil zu prägen.
Plattenspieler und Tonbandgeräte gehörten selbstverständlich zum festen Equipment. Es hatte etwas zutiefst Nostalgisches, mit den Bandmaschinen den richtigen Song im richtigen Moment und an exakt der gewünschten Stelle zu platzieren. Manfred spulte dabei, was das Zeug hielt, während ich am Mikrofon das Blaue vom Himmel erzählte.
Dabei kam es durchaus auch vor, dass der angekündigte Titel nicht immer exakt mit dem tatsächlich abgespielten übereinstimmte, kleine Pannen, die den Charme der damaligen Zeit jedoch eher verstärkten als störten. Es war ein echtes Abenteuer, der Wechsel vom Schlagzeug hinter das DJ-Pult.
Musikalisch setzten wir auf eine breite Mischung aus Alternative- und Rockmusik und trafen damit genau den Nerv unseres Publikums. Unsere Fangemeinde wuchs stetig, und mit jeder Veranstaltung wurde die Verbindung zwischen uns und den Gästen ein Stück enger.

1988 war es dann schließlich so weit: Im Volkspark in Haldensleben absolvierten wir unsere Einstufung und erhielten endlich die lang ersehnte staatliche Spielerlaubnis als Schallplattenunterhalter zur Durchführung öffentlicher Discoveranstaltungen.
Für uns war das ein wichtiger Meilenstein. Nach all den Jahren voller Proben, Technikbastelei und unzähligen Auftritten bedeutete diese offizielle Anerkennung nicht nur eine formale Berechtigung, sondern auch eine Bestätigung unseres bisherigen Weges.
Damit stand uns nun endgültig der Weg offen, unsere Musik öffentlich und regelmäßig einem breiten Publikum zu präsentieren.
Jetzt konnte es richtig losgehen – und genau das tat es auch. In den folgenden Jahren hatten wir unzählige Auftritte in Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern. Mit der Wende kamen zusätzlich Engagements in Niedersachsen und Hessen hinzu. Überall entstanden neue Clubs und Discotheken, und „Commander“ war mittendrin statt nur dabei.
Die Nachwendezeit brachte einen regelrechten Aufbruch in der Musik- und Clubszene mit sich. Neue Möglichkeiten entstanden, neue Veranstaltungsorte öffneten ihre Türen, und wir konnten unsere Erfahrungen in einem deutlich erweiterten Umfeld einbringen.
Anfang der 90er-Jahre verließ mein Freund Manfred die Bühne und schlug neue Wege ein. Bei vielen Veranstaltungen im Flechtinger „Pleitegeier“ kam es jedoch immer wieder zu Begegnungen mit Karsten Ulrich, der zunehmend Interesse an meiner Arbeit zeigte und sich häufiger an meiner Seite einfand. Seit dieser Zeit ist er fester Bestandteil von „Commander“. Gemeinsam ergänzen wir uns seitdem bei zahlreichen Veranstaltungen und haben viele erfolgreiche Abende gestaltet.
Zu unseren Höhepunkten zählen ohne Zweifel die Zusammenarbeiten mit verschiedenen Radiosendern wie: Radio SAW, Radio Brocken, MDR-Jump und MDR-Sachsen-Anhalt. Weiterhin hatten wir das Vergnügen mit vielen bekannten Größen, wie beispielsweise den „Bad Boys Blue„, Peter Schilling, Karat, Juckreiz, Tender, Charlies Crew, Pan, Daddy Longlegs und vielen anderen Größen mehr.
Ein besonders beeindruckender Moment war unser Auftritt mit dem Projekt „Chocolate“ zum Altstadtfest in Haldensleben. Hinter diesem Namen stand damals niemand Geringeres als Verona Feldbusch, die zu dieser Zeit – noch an der Seite von Dieter Bohlen – gerade die Charts eroberte.
Mit Titeln wie „Everybody Salsa“ und „Ritmo de la Noche“ sorgte sie international für Aufsehen und brachte den typischen Eurodance-Sound dieser Zeit auf die großen Bühnen und in die Hitparaden.
Für uns war dieser gemeinsame Auftritt beim Altstadtfest etwas ganz Besonderes, eine dieser Begegnungen, die man nicht vergisst und die im Rückblick ein Stück Musikgeschichte dieser Zeit widerspiegeln.
In der Neuzeit hatten wir Veranstaltungen mit Tänzchentee, RadioNation, Dance-Feever Show-Band, 6-ATÜ, The Real Donkey Beat, Silentsong, FOB, Singer und Songwriter James Kirby, usw.


Als Mobildiscothek kann man uns nach wie vor buchen. Entweder als Team für größere Veranstaltungen oder auch einzeln für kleinere Feste, Geburtstage und Feiern. Bei Interesse bitte melden. Wir unterbreiten gern ein Angebot per Kontaktformular oder auch telefonisch unter: 0151/59138007. Wir freuen uns auf euch!


Seit 2021 gibt es wieder eine neue Band, in der ich Gitarre spielen darf. Es ist etwas Besonderes, wenn man Menschen gefunden hat, mit denen man nicht nur menschlich auf einer Wellenlänge liegt, sondern auch musikalisch so gut harmoniert. Das ist keine Selbstverständlichkeit – und jeder, der so eine Konstellation erlebt hat, weiß, dass man sie zu schätzen wissen sollte.
Aus der Karnevalscombo „Die Vier Lustigen Fünf“ des Süplinger Narrenbundes entstand 2021 die „Kiepengold-Band“, kurz KGB. Die offizielle Namensgebung dieser Formation ist seit März 2022 fest etabliert.
Aus purer Leidenschaft fanden sich schließlich sechs musikverrückte Zeitgenossen aus dem Raum Haldensleben zusammen. Verbunden durch ein einfaches, aber klares Konzept: ehrliche, handgemachte Unterhaltung auf hohem Niveau, die Spaß macht und das Publikum mitreißt. Jedes Mitglied der Band bringt dabei langjährige Bühnenerfahrung mit.
Aktuell spielen wir überwiegend Coversongs und setzen bewusst auf echte Live-Musik. In einer Zeit, in der Halb- und Vollplaybacks vielerorts Standard sind, wird bei uns nicht nur „performt“, sondern tatsächlich gespielt. Genau das macht den Unterschied – für uns und für das Publikum.
Inzwischen durften wir zahlreiche Auftritte gestalten, unter anderem beim Altstadtfest Haldensleben, bei „Let’s Talk About Musik“ in der Kulturfabrik, an der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn sowie bei verschiedenen Volks- und Sportfesten in der Region.
Erlebt eine Band, die die Freude an der Musik authentisch, ehrlich und mit Leidenschaft auf die Bühne bringt!
Die Bandmitglieder der Kiepengold-Band 2026 sind:
Yana Lomakina (Voc), Jens Volkmann (Voc), Mike Lippmann (Voc, Bass), Gilbert Brennecke (Keyboards), Ludwig Knels (Drums), Ronald Schilling (Guitar)

Kiepengold-Band 2021: Ludwig Knels (dr), Beatrice Groß Wende (voc), Jens Volkmann (voc), Ronald Schilling (g), Mike Lippmann (b), Uwe Urban (g, mdln, harm
Kiepengold-Band 2022: Ronald Schilling, Beatrice Groß-Wende, Jens Volkmann, Ludwig Knels, Uwe Urban, Mike Lippmann
Kiepengold-Band 2022: Ronald Schilling, Ludwig Knels, Uwe Urban, Jens Volkmann, Mike Lippman, Beatrice Groß-Wende
Kiepengold-Band 2023: Mike Lippman, Ludwig Knels, Ronald Schilling, Jens Volkmann, Uwe Urban, Beatrice Groß-Wende
Kiepengold-Band 2023: Mike Lippman, Ronald Schilling, Beatrice Groß-Wende, Ludwig Knels, Jens Volkmann, Uwe Urban
Kiepengold-Band 2024: Ludwig Knels, Uwe Urban, Ronald Schilling, Mike Lippmann, Jens Volkmann
Kiepengold-Band 2025: Ronald Schilling, Ludwig Knels, Uwe Urban, Jens Volkmann, Mike Lippmann

Kiepengold-Band 2025: Im Mai 2025 verließ Uwe Urban die Band, um sich mehr auf seine eigentliche Musik bei „The Real Donkey Beat“ zu konzentrieren. Wir danken Uwe für sein Engagement und wünschen ihm alles Gute. Wir freunen uns über unseren neuen Keyboarder Gilbert Brennecke. Er blickt auf viele Jahre Bünhenerfahrung zurück. Gilbert spielte in den frühen 80′ zigern bei „Marathon“, „Famos“ und „Zippels Beat Band“, um nur Einige zu nennen. Weiterhin begrüßen wir als Sängerin, an der Seite von Jens, unsere Yana. Somit stehen viele neue Coversongs auf dem Plan und wir freuen uns auf viele Auftritte.
Kiepengold-Band 2025, Yana, Jens Volkmann, Mike Lippmann, Gilbert Brennecke, Ludwig Knels, Ronald Schilling
Kiepengold-Band 2025, Yana Lomakina, Jens Volkmann, Mike Lippmann, Gilbert Brennecke, Ludwig Knels, Ronald Schilling












